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Geschichte

Das Dorf Calfreisen erscheint urkundlich erstmals 1156. Bis ins 14. Jahrhundert wurde es von Romanen bewohnt. Der Name Calfreisen stammt aus dem Romanischen und heisst auf Deutsch „Eschenheim“. Im 14. Jahrhundert wanderten die Walser aus dem Wallis ein. Als Beweis zeugen die vielen „romanischen“  Flurnamen.

     Das Wahrzeichen der Gemeinde ist eine Burgruine und wird erstmals 1231 geschichtlich erwähnt. 1428 kam sie in den Besitz der Herren Sprecher von Bernegg, welche ihr auch den entsprechenden Namen gaben. Sie ist heute noch im Besitz der Familienstiftung „Von Sprecher“. Bereits 1570 wird sie als Ruine (nicht mehr genutzt) erwähnt.


Wie viele Dörfer im Schanfigg war auch Calfreisen ein ausschliessliches Bauerndorf. Die Haupteinnahmen der Gemeinde waren Erträge aus dem Wald.


Standort
Calfreisen liegt auf 1250 m.ü.M. auf einer Sonnenterasse mit südlicher Ausrichtung aus flachgründigem Boden mit Schieferuntergrund. Die natürlichen Grenzen sind zwei Tobel (im Westen abgegrenzt gegen Maladers, im Osten gegen Castiel. Im Süden ist die Plessur eine weitere natürliche Grenze und im Norden ist es die Bergkette Hochwang mit dem Montalin als eigentlicher Hausberg auf Territorium der Gemeinde Calfreisen.


Bevölkerung
Auch Calfreisen blieb von Abwanderungen in den 60iger und 70iger Jahre nicht verschont. Als Grund war sicher das fehlende Nebengewerbe, keine Industrie, kein Tourismus und damit verbunden auch keine einkommensergänzende Einkommensmöglichkeiten. Hinzu kamen noch die schlechten Verkehrsverhältnisse für Pendler sowie der öffentliche Verkehr für Schüler der Oberstufe.

Auch fehlte es an Arbeitkräften für die Industrie, das Gewerbe sowie für den Dienstleistungssektor und somit auch die nötigen Steuereinnahmen. Dies hatte auch zur Folge, dass die Landwirtschaftsbetriebe rationalisiert wurden, was wiederum ein Abbau von Arbeitsplätzen nach sich zog. Waren es 1970 noch elf Landwirtschaftsbetriebe, so sind es heute noch Drei.

Details zur heutigen Wohnbevölkerung entnehmen wir aus „Graubünden in Zahlen“ über www.gr.ch.

Flucht nach vorn
Die Verantwortlichen in der Gemeinde erkannten die Probleme und machten sich Gedanken über das Fortbestehen der kleinsten Gemeinde im Schanfigg. Damals wie heute war und ist man der Auffassung, dass das Weiterbestehen einer solchen Gemeinschaft für die Erhaltung der der wunderschönen Landschaft sehr wertvoll ist. Um das Ziel der Erhaltung der Gemeinde zu erreichen, wurden verschiedene Projekte realisiert.

So wurde für die Landwirtschaft zusammen mit den Gemeinden Castiel und Lüen in Urden ein neuer Alpstafel erstellt. Ebenfalls wurde in Castiel ein neues Schulhaus gebaut. In der Gemeinde wurde die gesamte Wasserversorgung mit neuen Quellfassungen im Gebiet Montalin sowie die Kanalisation mit einer eigenen Kläranlage war ein weiteres Projekt, welche zur Verbesserung der Wohnsituation führte, ausgeführt worden.

Mit der Realisierung der Gesamtmelioration konnte eine neue Verbindung nach Calfreisen gebaut werden. Mit der Gesamtmelioration, welche die Güterzusammenlegung umfasste, wurde der Güterwegbau, die Erweiterung und Erneuerung der Stromversorgung, die Erweiterung und Sanierung der Wasserversorgung, der Hydrantenanlage und der Wasserentsorgung als Folgeprojekte erstellt.

Als weitere Projekte folgten die Revision der Ortplanung, die Verkabelung vom Telefon, die Grundbuchvermessung, welche zur Einführung des Eidg. Grundbuches notwendig ist sowie das Waldbauprjoekt. Vorgängig wurde die Wald-Weideausscheidung abgeschlossen.

Als Pilotprojekt im Schanfigg ist der Waldentwicklungsplan, an welchem die Gemeinde sich ebenfalls beteiligte, erstellt worden.


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